Hast du dich auch schon mal gefragt, ob deine Miez einsam ist? Viele glauben ja immer noch, das katzen Einzelgänger sind, aber das ist totaler Quatsch. Eigentlich sind sie nämlich sehr soziale Wesen und brauchen jemanden zum Toben.
Grad junge tiere langweilen sich schnell ohne einen Kumpel an ihrer Seite. Deshalb wollen viele eine Zweitkatze eingewöhnen, damit das harmonische zusammenleben so richtig Spaß macht.
Wir zeigen dir hier ehrlich, wie du die neue katze an die alte gewöhnst. Es braucht zwar zeit und Nerven, aber am Ende hast du die doppelte Portion Liebe im Haus.
Keine Sorge, so’n bisl Stress am Anfang ist ganz normal. Falls die katzen vertragen sich nicht mehr Situation doch mal eintritt, hab ich hier die passenden Tipps für dich. Es klappt meistens besser, als man zuerst denkt.
Die Kosten sind nix im Vergleich zum neuen Glück in deiner Wohnung. Eine glückliche katze braucht eben Gesellschaft und die zweite katze macht im Alltag kaum mehr Arbeit als eine. Man kauft einfach größere Futterdosen, das spart Geld.
Jede katze braucht ihren Freiraum, aber gemeinsam spielen ist einfach besser. Deine katzen werden sich freuen, wenn sie nicht mehr den ganzen Tag alleine rumsitzen müssen.
Wenn die ältere katze erst mal merkt, wie toll zwei katzen sind, gibt es kein Halten mehr. Am Ende sind es einfach glückliche katzen, die dein Leben bereichern.
🐈 Das wichtigste zusammengefasst
- Katzen sind soziale Lebewesen und keine Einzelgänger.
- Die richtige Vorbereitung nimmt den Stress aus der ersten Begegnung.
- Geduld ist das A und O bei der Zusammenführung von zwei Samtpfoten.
- Separate Ressourcen wie Näpfe und Klos verhindern unnötigen Streit.
- Größere Futterpackungen halten die Kosten für zwei Tiere überschaubar.
- Ein zweiter Spielgefährte sorgt für mehr Ausgeglichenheit und weniger Langeweile.
Warum eine Zweitkatze Sinn macht
Du hast Schiss, dass ne zweite Katze zu viel Stress macht oder dein Budget sprengt? Ganz ehrlich, ich versteh dich voll, aber meistens ist das Gegenteil der Fall.
Es ist ein riesiger Schritt, aber für dein Haustier oft die beste Entscheidung überhaupt. Lass uns mal anschauen, warum zwei Fellnasen eigentlich fast immer besser sind als eine.
Katzen sind keine Einzelgänger
Lass uns mal mit diesem alten Vorurteil aufräumen: Katzen sind keine Einzelgänger! Klar, sie jagen draußen alleine, aber das war’s dann auch schon mit dem Einzelgänger-Dasein.
Durch die Domestizierung sind unsere katzen im Kopf quasi lebenslang Kinder geblieben. Vor allem junge katzen langweilen sich mega schnell, wenn sie den ganzen Tag alleine in der Bude hocken.
Wenn du arbeiten bist, hat deine katze niemanden zum Quatschen oder Balgen. In der Einsamkeit fangen manche katzen dann an, aus Frust die Tapeten zu killen oder die Wohnung zu zerlegen. Ein stubentiger braucht einfach soziale Kontakte, um nicht völlig gaga zu werden.
Vorteile für dich und deine Miez
Das Beste ist doch: Deine Miez ist beschäftigt, während du im Büro hockst oder unterwegs bist. Die beiden tiere können zusammen spielen, sich gegenseitig die Ohren putzen und einfach mal ne Runde zusammen kuscheln.
Du merkst richtig, wie sie viel ausgeglichener werden, wenn sie einen Artgenossen haben. Das nimmt dir auch das miese Gewissen, wenn du mal ne Stunde länger beim Feierabendbier hängen bleibst.
Und für uns menschen ist es doch auch viel cooler, zwei Fellnasen beim Toben zuzuschauen. Es macht einfach doppelt so viel Spaß, wenn da richtig Leben in der Bude ist und man zwei Charaktere beobachten kann.
Kosten und Aufwand – Das musst du wissen
Jetzt mal Butter bei die Fische: Kostet ne zweite katze mehr? Ja klar, aber eben nicht doppelt so viel, wie viele Leute am Anfang immer denken.
Größere Futterdosen sind zum beispiel viel günstiger pro Kilo als die kleinen Schälchen, die man sonst kauft. Auch beim Tierarzt kann man oft Termine für beide katzen zusammenlegen und so Fahrtkosten oder Zeit sparen.
Hier mal ein kleiner Check, wie sich der Aufwand eigentlich verteilt:
| Bereich | Eine Katze | Zwei Katzen |
|---|---|---|
| Futterkosten | Basispreis | Ca. 1,5-facher Preis durch Großpackungen |
| Zeitaufwand Spiel | Hoch (du musst alles machen) | Niedriger (sie beschäftigen sich selbst) |
| Reinigung (Klo) | Täglich | Täglich (etwas mehr Streuverbrauch) |
Wegen der Wohnungsgröße musst du dir übrigens auch keinen Kopf machen. Es kommt weniger auf die Quadratmeter an, sondern darauf, wie clever du den Raum nutzt. Mit Kletterwänden oder Catwalks an der Wand finden beide katzen genug Platz, um sich auch mal aus dem Weg zu gehen.
Die richtige Zweitkatze auswählen
Die Suche nach dem passenden Partner für deine Samtpfote ist wie Speed-Dating für Fellnasen. Es geht nämlich nich nur darum, dass die neue Miez hübsch aussieht, sondern dass die Chemie zwischen den beiden stimmt. Du willst ja schließlich, dass deine zweite katze ein echter Kumpel wird und kein Stressfaktor im Alltag.
Bevor du dich für ne bestimmte Rasse oder Farbe entscheidest, solltest du erst mal tief durchatmen. Bei einer zweite katze zählt die innere Einstellung viel mehr als das weiche Fell. Oft machen Besitzer den Fehler, nur nach der Optik zu gehen, aber das rächt sich später meistens.
Alter und Charakter müssen passen
Weißte, oft gucken die Leute nur nach der Rasse, aber das alter und der charakter sind viel wichtiger für den Erfolg. Wenn du n ruhigen Stubentiger hast, bringt ne wilde Hummel nur Unruhe rein und nervt die Erstkatze. Es ist wichtig, dass die Bedürfnisse beider Tiere auf der selben Wellenlänge liegen.
Jungtiere und Senioren
Ein Senior will meistens pennen und seine Ruhe haben, während ein quirliges kitten nur spielen will. Das alter spielt hier eine riesige Rolle, denn die Energielevel klaffen oft meilenweit auseinander. Für ein älteres tier ist der Trubel meistens einfach n bisschen zu viel des Guten.
Wenn das alter zu weit auseinanderliegt, führt das oft zu Frust auf beiden Seiten. Das kitten fühlt sich einsam, weil keiner mit ihm rauft. Der Senior hingegen fühlt sich in seinem eigenen Zuhause bedrängt.
Ähnliche Charaktereigenschaften
Schau dir das verhalten deiner ersten Katze genau an, bevor du eine Entscheidung triffst. Ist sie eher schüchtern oder ein kleiner Draufgänger, der vor nix Angst hat? Das neue tier sollte ähnliche Züge haben, damit sie sich später gut verstehen können.
Wenn du im tierheim nachfragst, kannste oft gezielt nach Tieren suchen, die denselben charakter haben wie dein Liebling. Eine ruhige Katze braucht auch einen ruhigen Partner. Eine wilde Spielernatur freut sich dagegen über einen Gefährten, der ordentlich Action macht.
Welches Geschlecht passt am besten?
Viele fragen sich, ob n kater oder ne Kätzin besser als Neuzugang geeignet ist. Oft verstehen sich Paare mit dem gleichen Geschlecht besser, weil sie eine ähnliche Art zu spielen haben. Wenn du eine Katze aneinander gewöhnen willst, merkste schnell den Unterschied im Spielstil.
Ein kater liebt es meistens, richtig zu raufen und sich gegenseitig anzuspringen. Das kann für eine zierliche katze manchmal schon n bisschen zu grob sein. Sie bevorzugt oft Objektspiele, bei denen sie Bällchen oder kleinen Mäusen hinterherjagt.
Hier ist eine kleine Übersicht, was dich bei verschiedenen Kombinationen erwarten könnte:
| Kombination | Spielstil | Harmonie-Chance |
|---|---|---|
| Zwei Kater | Körperbetontes Raufen | Sehr hoch (kastriert) |
| Zwei Kätzinnen | Objektspiel & Jagd | Hoch |
| Gemischtes Doppel | Unterschiedlich | Mittel bis Hoch |
Natürlich ist das keine feste Regel, denn jeder kater ist anders. Es gibt auch Mädels, die gerne mal ordentlich austeilen und wild rumtoben. Trotzdem ist ein ähnliches Spielverhalten oft der Schlüssel zu einer dicken Freundschaft zwischen kätzchen oder erwachsenen Tieren.
Tierheim oder Züchter – Wo findest du die passende Katze?
Die Wahl der Quelle ist fast so wichtig wie das alter der Tiere selbst. Im tierheim arbeiten Menschen, die ihre Schützlinge oft über Wochen oder Monate beobachten. Sie können dir genau sagen, welches kitten eher ruhig ist oder welcher Senior andere Artgenossen mag.
Beim Züchter weißte meistens genau, was du bekommst, was die Rassemerkmale angeht. Wenn du dort eine katze holst, achte darauf, dass sie gut sozialisiert wurde. Ein seriöser Züchter wird dir auch ehrlich sagen, ob das kätzchen zu deinem vorhandenen Tier passt.
- Tierheim: Du bekommst eine ehrliche Einschätzung zum Sozialverhalten der katze.
- Tierschutz: Oft leben die Tiere auf Pflegestellen und kennen den Alltag im Haus.
- Züchter: Hier kannste oft schon früh Kontakt zum kätzchen aufbauen.
Am Ende zählt dein Bauchgefühl, aber lass den Verstand nich ganz draußen. Wenn das kätzchen charakterlich passt, wird die Zusammenführung viel entspannter laufen. Guck dir die Tiere einfach mehrmals an, bevor du eine endgültige Entscheidung triffst.
Vorbereitung – Das brauchst du alles
Damit der Einzug der Zweitkatze entspannt klappt, ham wir hier die ultimative Checkliste für dich zusammengestellt. Du willst ja schließlich, dass sich die neue katze von der ersten Sekunde an pudelwohl fühlt. Eine gute Planung spart dir später echt Nerven und verhindert unnötigen Zoff zwischen den Fellnasen.
Bevor du losfährst, kriegste hier alle Tipps, was du an Kram eigentlich wirklich brauchst. Es geht nicht nur um Spielzeug, sondern um die richtige Struktur in deiner Wohnung. Packen wir es an, damit die Bude bereit ist!
Eigenes Zimmer für den Neuzugang einrichten
Zuerst brauchste einen sicheren Hafen für den neuzugang. Das sollte ein separates zimmer sein, in dem die neue Miez erst mal in Ruhe ankommen kann. Such dir am besten einen Raum aus, den deine alte Katze eh selten nutzt.
In dieses Startzimmer stellste alles rein, was die Miez zum Überleben braucht. Dazu gehören ein eigenes Bettchen, Spielkram und natürlich die Verpflegung. So kann die neue Fellnase erst mal den eigenen Geruch verbreiten, ohne direkt bedrängt zu werden.
Wichtig ist, dass die Tür erst mal zu bleibt. So ham beide katzen die Chance, sich durch den Türspalt zu riechen. Das nimmt den ersten Stress raus und sorgt für Sicherheit.
Equipment für beide Katzen
Manche denken ja, man kann einfach alles teilen, aber das gibt meistens Ärger. Jede Miez braucht ihren eigenen Stuff, damit kein Futterneid oder Revierstreit entsteht. Wenn du alles doppelt oder dreifach hast, biste auf der sicheren Seite.
Katzenklos – Die richtige Anzahl
Hier gilt die goldene Regel: Immer ein katzenklo mehr als Katzen im Haus sind. Bei zwei Stubentigern brauchste also insgesamt drei stille Örtchen. Das verhindert, dass eine Miez die andere am Klo belagert oder es zu Unsauberkeit kommt.
| Anzahl Katzen | Empfohlene Klos | Vorteil |
|---|---|---|
| 1 Katze | 2 Klos | Weniger Stress |
| 2 Katzen | 3 Klos | Kein Revierstreit |
| 3 Katzen | 4 Klos | Maximale Sauberkeit |
Verteil jede katzentoilette in verschiedenen Räumen. So findet jede Fellnase immer einen ruhigen platz, wenn sie mal muss. Achte darauf, dass die Klos nicht direkt nebeneinander stehen.
Futter- und Wassernäpfe
Jede Fellnase braucht ihre eigenen Näpfe für futter und Wasser. Stell die Futterplätze am besten in unterschiedliche Ecken. So können sie in Ruhe fressen, ohne dass einer dem anderen was wegstiehlt.
Am Anfang ist es schlau, wenn du für beide das gleiche Futter nimmst. Das verhindert Eifersucht, weil keine Miez denkt, die andere kriegt was Besseres. Später kannste das ja immer noch anpassen, wenn du magst.

Ein eigener Ruheplatz ist mega wichtig für den neuzugang. Aber auch deine alte Miez braucht ihre gewohnten Verstecke. Sorge dafür, dass es genug Höhlen, Kartons oder erhöhte Plätze gibt.
Wenn es mal zu viel wird, müssen sich die Tiere aus dem Weg gehen können. Ein Kratzbaum oder ein Brett an der Wand sind super Rückzugsorte. Sicherheit geht vor, damit sich niemand in die Enge getrieben fühlt.
Der richtige Zeitpunkt für die Ankunft
Hol die neue Miez am besten dann ab, wenn du wirklich zeit hast. Ein langes Wochenende oder ein paar Tage Urlaub sind perfekt dafür. So kannste die erste Phase genau beobachten und eingreifen, wenn es brenzlig wird.
Hektik am Montagabend nach der Arbeit ist der denkbar schlechteste Moment. Du musst selbst entspannt sein, denn deine Unruhe überträgt sich sofort auf die Tiere. Nimm dir die zeit und bleib einfach locker, dann klappt das auch!
Achte darauf, dass in dem zimmer alles bereitsteht, bevor die Box geöffnet wird. Eine extra katzentoilette sollte auch im Flur stehen, falls mal ein Malheur passiert. Wenn du gut vorbereitet bist, ham beide katzen einen viel besseren Start.
„Vorbereitung ist das halbe Leben, besonders wenn man eine zweite katzentoilette im Haus hat.“
Wenn du diese Basics erledigt hast, kann eigentlich kaum noch was schiefgehen. Deine Wohnung ist jetzt eine echte Katzenfestung! Jetzt kannste dich voll und ganz auf das erste Kennenlernen konzentrieren.
Zweitkatze eingewöhnen – Schritt für Schritt
Einfach die Tür aufmachen und schauen, was passiert, ist meistens ’ne echt blöde Idee. Du willst ja, dass sich deine katzen wirklich mögen und nicht direkt die Krallen auspacken. Eine strukturierte Zusammenführung braucht vor allem eins: Zeit und ganz viel Liebe.
Es ist völlig normal, wenn du grad ein bisschen nervös bist. Atme mal tief durch, denn mit dem richtigen Plan klappt das schon. Wir gehen das jetzt ganz entspannt gemeinsam durch, damit sich die Fellnasen stressfrei aneinander gewöhnen können.
Schritt 1: Ankunft und räumliche Trennung
Wenn der neuankömmling endlich bei dir ankommt, geht es direkt in das vorbereitete Katzenzimmer. Lass die neue katze dort ganz in Ruhe aus ihrer Box krabbeln. Sie braucht erst mal Zeit, um den Raum zu erkunden und die fremden Eindrücke zu verarbeiten.
Am ersten Tag findet absolut kein direkter Kontakt statt. Die tür bleibt zu, damit beide katzen erst mal nur hören, dass da jemand auf der anderen seite ist. So ein abgetrennter Bereich ist goldwert, um unnötigen Stress zu vermeiden.
Schritt 2: Geruchsaustausch zwischen den Katzen
Der geruch spielt bei unseren Stubentigern die Hauptrolle beim kennenlernen. Du kannst zum Beispiel Kuscheldecken zwischen den Räumen austauschen. So schnuppert jede katze schon mal den Duft des anderen, ohne dass es bedrohlich wirkt.
Ein kleiner Trick: Wisch dem neuankömmling mal mit einem weichen Tuch über die Wangen. Reibe dieses Tuch danach deiner alteingesessenen Miez sanft an die Flanke. Das verbindet die Düfte und schafft eine erste, unsichtbare Vertrautheit für beide katzen.

Schritt 3: Füttern an der Tür
Jetzt wird’s clever, denn wir nutzen den Hunger aus. Stell die Futternäpfe direkt an die geschlossene tür, jeweils auf einer seite. So assoziieren sie den fremden Duft sofort mit etwas Positivem, nämlich dem leckeren Futter.
Wenn du ein Türgitter hast, ist das sogar noch besser. Dann können sich die Tiere beim Mampfen sogar schon mal kurz sehen. Wenn es dabei ruhig bleibt und nix gefaucht wird, bist du auf einem super Weg für die zusammenführung.
Schritt 4: Erster Sichtkontakt durchs Gitter oder Türspalt
Irgendwann wird die Neugier so’n richtiges Thema bei deinen Lieblingen. Öffne die tür erst nur einen kleinen Spalt weit. Pass aber auf, dass nur die Pfoten durchpassen und kein ganzer Kopf hindurchflutscht.
Beobachte beiden katzen ganz genau bei diesem ersten Blickkontakt. Ist da eher Neugier oder aggressive Anspannung im Spiel? Wenn sie friedlich bleiben und sich nur beschnuppern wollen, kannst du den nächsten Schritt wagen.
Schritt 5: Raumtausch zur Gewöhnung
Ein Raumtausch ist genial, damit die zweitkatze auch den Rest der Wohnung erkunden kann. Sperre deine Erstkatze kurz ins Ankunftszimmer und lass den neuankömmling das restliche revier beschnüffeln. So hinterlassen beide überall ihre Duftmarken.
Das gibt der neuen Miez Sicherheit, weil sie die Umgebung ohne Verfolgung checken kann. Deine alteingesessene katze kann währenddessen im Katzenzimmer in aller Ruhe die „Besucher-Düfte“ analysieren. Das entspannt die Lage meistens enorm.
Schritt 6: Die erste echte Begegnung
Für die erste echte Begegnung sollten alle Beteiligten richtig satt und zufrieden sein. Hol am besten direkt das Lieblingsspielzeug raus, um die Aufmerksamkeit ein bisschen abzulenken. Es hilft auch, wenn noch jemand zweites dabei ist, um im Notfall einzugreifen.
Falls es doch mal zu kurzem Fauchen kommt, ist das kein Weltuntergang. Geduld ist hier dein bester Freund. Sollte es aber zu echtem Streit kommen, trenne sie lieber wieder für ein paar tage und geh einen Schritt zurück.
Schritt 7: Gemeinsame Zeit langsam ausweiten
Die vergesellschaftung ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Fang mit 10 Minuten gemeinsamer zeit an und steigere das jeden Tag ein bisschen. Beobachte, wie sich beiden katzen verhalten, wenn sie länger zusammen im Raum sind.
Nach und nach werden aus den Minuten Stunden und irgendwann ganze wochen, in denen sie friedlich koexistieren. Sei stolz auf jeden kleinen Fortschritt, den deine Pelzfreunde machen. Es braucht einfach seine zeit, bis sie sich aneinander gewöhnen.
Wie lange dauert die Eingewöhnung?
Puh, das ist immer unterschiedlich und hängt stark vom Charakter ab. Wenn die Tiere jung und gut sozialisiert sind, klappt das oft schon in 1 bis 3 wochen. Da gibt es dann meistens kaum Probleme beim kennenlernen.
Hat deine erste katze aber jahrelang alleine gelebt, kann es auch mal mehrere Monate dauern. Das ist aber auch okay! Mit viel geduld und ohne Druck wird die vergesellschaftung am Ende fast immer ein Erfolg.
| Phase | Aktion | Dauer (ca.) | Wichtigstes Ziel |
|---|---|---|---|
| Ankunft | Separates Zimmer, Box auf | 1-2 Tage | Stressabbau & Ruhe |
| Geruch | Decken & Spielzeug tauschen | 3-5 Tage | Duft-Akzeptanz |
| Sichtkontakt | Gittertür oder Spalt nutzen | 5-10 Tage | Sichere Neugier |
| Begegnung | Freier Kontakt unter Aufsicht | Ab 2. Woche | Soziale Interaktion |
| Harmonie | Gemeinsames Schlafen/Fressen | Wochen bis Monate | Echte Freundschaft |
Häufige Probleme und was du tun kannst
Wenn’s zwischen den Stubentigern mal richtig kracht, liegen bei uns menschen oft sofort die Nerven blank. Man wünscht sich ja eigentlich ein harmonisches Duo, aber die Realität sieht am Anfang meist anders aus.
Kleine Startschwierigkeiten sind bei fast jeder zusammenführung völlig normal und kein Grund, direkt den Kopf in den Sand zu stecken. Meistens klärt sich vieles von selbst, wenn man den Tieren genug Zeit gibt und cool bleibt.
Fauchen und Knurren – ist das normal?
Erstmal ganz tief durchatmen: Wenn deine katze den Neuzugang anmeckert, ist das kein Zeichen für Hass. Das fauchen und Knurren gehört zur ganz normalen Kommunikation unter Vierbeinern dazu.
Sie setzen damit einfach nur Grenzen und sagen: „Hey, komm mir nicht zu nah, ich kenn dich noch nicht!“ Solange es beim akustischen Gemaule bleibt, musst du dir gar keine Sorgen machen.
Greif erst ein, wenn die Körpersprache richtig steif wird oder ein tiefer „Kampfgesang“ einsetzt. Das klingt dann eher wie ein langes, bedrohliches Heulen und bedeutet, dass die Situation gleich kippen könnte.
Die neue Katze versteckt sich ständig
Es ist total verständlich, wenn die neue katze am Anfang erst mal unter dem Sofa verschwindet. Das neue Zuhause ist gruselig und sie braucht einen Ort, an dem sie sich sicher fühlt.
Der wichtigste Rat hier: Lass sie einfach in ruhe und versuch nicht, sie mit Gewalt hervorzuholen. Das würde nur unnötigen Stress verursachen und das Vertrauen direkt am Anfang zerstören.
Stell das Futter einfach in die Nähe des Verstecks und rede ab und zu leise mit ihr. Mit ein bisschen geduld siegt irgendwann die Neugier und sie kommt ganz von alleine raus, um die Wohnung zu erkunden.
Eifersucht bei der Erstkatze erkennen und vermeiden
Deine „alte“ Fellnase war bisher der König im revier und muss nun plötzlich teilen. Da ist es nur logisch, dass sie vielleicht mit Eifersucht reagiert, wenn der Neuzugang plötzlich alle Blicke auf sich zieht.
| Anzeichen für Eifersucht | Was du tun kannst |
|---|---|
| Rückzug und Futterverweigerung | Exklusive Spielzeiten nur für die Erstkatze |
| Plötzliche Unsauberkeit | Erstkatze immer zuerst begrüßen und füttern |
| Aggression gegen den Menschen | Extra Portion Streicheleinheiten und Lob |
Schenk deiner Erstkatze am besten sogar mehr aufmerksamkeit als vorher, damit sie sich nicht abgeschoben fühlt. Sie sollte immer die Erste sein, die den Napf bekommt oder an der Tür begrüßt wird.
Unsauberkeit und Markieren
Wenn eine katze plötzlich neben das Klo macht, ist das oft ein lauter Hilfeschrei. Es gibt dabei einen Unterschied: Echtes Markieren dient dazu, den eigenen Duft im Haus zu verteilen.
Unsauberkeit ist dagegen oft eine Reaktion auf Stress oder Protest gegen die neue Situation. In so einem fall helfen oft mehr Katzenklos, die an verschiedenen Orten in der Wohnung verteilt werden.
Sollte das verhalten länger anhalten, ist ein Besuch beim Tierarzt sinnvoll, um Blasenprobleme auszuschließen. Manchmal helfen auch spezielle Pheromon-Stecker, um die Stimmung in der Bude zu lockern.
Ernsthafte Kämpfe – wann du eingreifen musst
Manchmal wird aus einer kleinen Rauferei leider ein ernster Konflikt, bei dem Blut fließen könnte. Wenn die katzen ineinander verkeilt über den Boden rollen und dabei laut schreien, ist Schluss mit lustig.
In so einem fall darfst du niemals mit den bloßen Händen dazwischengehen, sonst wirst du selbst verletzt. Mach lieber ein lautes Geräusch, klatsch in die Hände oder wirf eine weiche Decke über die Streithähne.
Nach so einem Vorfall ist es oft besser, die Tiere wieder räumlich zu trennen und die zusammenführung langsamer anzugehen. Ruhe ist jetzt das Wichtigste, damit sich die aufgewühlten Gemüter wieder beruhigen können.
Wenn gar nix klappt – der aussichtslose Fall
Wir müssen ehrlich sein: In seltenen Fällen gibt es den fall, dass zwei Tiere einfach charakterlich absolut nicht zusammenpassen. Wenn nach vielen Monaten immer noch blutige Kämpfe stattfinden, leiden beide stubentiger massiv darunter.
„Manchmal ist Liebe auch, ein Tier gehen zu lassen, wenn das Zusammenleben für alle Beteiligten nur noch aus Stress besteht.“
Sollte eine Katze nur noch in Angst leben oder sich gar nicht mehr aus einem Versteck trauen, ist das kein schönes Leben. In so einem extremen fall ist es fair, über ein neues Zuhause für einen der beiden nachzudenken.
Das ist kein Versagen von dir, sondern eine Entscheidung im Sinne des Tierwohls. Aber Kopf hoch, in den allermeisten Fällen führen diese tipps und etwas Zeit zum Erfolg!
Fazit
Na, bist du bereit für das doppelte Schnurren in deinem Wohnzimmer? Wenn zwei katzen bei dir einziehen, bedeutet das zwar ein bischen mehr Verantwortung, aber eben auch die doppelte Portion Liebe. Deine Erstkatze wird dir die Gesellschaft danken, denn zwei katzen spielen und kuscheln am liebsten miteinander.
Der Weg dorthin führt über die richtige Auswahl und eine gute Vorbereitung. Wenn die zweitkatze erst mal da ist, braucht sie vor allem Ruhe. Eine zweite katze gewöhnt sich nicht über Nacht ein, aber mit der richtigen Strategie schaffst du eine sichere Basis für ein harmonisches Miteinander.
Vergiss nicht, dass jede zweite katze ihren eigenen Kopf hat. Manche katzen sind sofort beste Freunde, während andere katzen etwas länger brauchen. Das ist völlig normal, denn tiere haben ihr eigenes Tempo und brauchen individuelle Rückzugsorte, um sich an die neuen katzen zu gewöhnen.
Die schrittweise Eingewöhnung braucht zeit und manchmal auch starke Nerven. Aber keine Sorge, in den allermeisten Fällen klappt’s super. Wenn du zwei katzen beobachtest, die sich zum ersten Mal gegenseitig putzen, ist jeder vorherige Aufwand sofort vergessen.
Oft wird befürchtet, dass zwei katzen doppelt so viel Arbeit machen. Das stimmt so nicht ganz, denn sie beschäftigen sich viel miteinander. Natürlich kosten katzen etwas mehr Geld für Futter, doch der Spaßfaktor, wenn glückliche katzen durch die Wohnung jagen, gleicht das locker aus.
Falls es doch mal hakt, kannst du dir jederzeit Hilfe holen. Erfahrene Tierschutzvereine oder Katzenpsychologen wissen oft Rat, wenn die zweitkatze unsicher ist. Nimm dir einfach die zeit, die deine Fellnasen benötigen, um ein echtes Team zu werden.
Wir drücken dir die Daumen für das Projekt zweite katze! Bevor es losgeht, schau dir auch unsere tipps für stressfreien besuch beim Tierarzt an. So bleiben deine katzen entspannt und gesund, während zwei katzen zusammen alt werden. Katzen sind einfach wundervolle Begleiter!


Schreibe einen Kommentar